Zur Vorbeugung einer Windeldermatitis stehen die Massnahmen zur Verminderung der krankheitsbegünstigenden Faktoren wie Reibung, Feuchtigkeits- und Wärmestau im Vordergrund. Zudem sollte das Kind längere Zeit pro Tag ohne Windel strampeln können. Durch diätetische Maßnahmen lässt sich der pH-Wert im Stuhl bzw. Urin senken. So zeigt eine zuckerarme Ernährung sehr gute Ergebnisse. Auch bei gestillten Kindern, bei denen Windeldermatitiden seltener auftreten, hat man im Stuhl niedrigere pH-Werte festgestellt. Möglichst langes Stillen (ca. 6 Monate) ist vorteilhaft. Bei Flaschenernährung hypoallergene Säuglingsnahrung verwenden.

Kommt es trotz Einhaltung der beschriebenen Massnahmen zu häufigen Rückfällen, sollte nach Erregern z.B. im Magen-Darm- aber auch im Genitaltrakt gefahndet werden. In seltenen Fällen kann bei häufigem, unerklärlichem Wiederauftreten auch eine Systemerkrankung zugrunde liegen, die durch eine Schwächung der allgemeinen Abwehrkräfte die Entstehung der Windeldermatitis begünstigt.

Tipps zur Pflege:

Zur Vorbeugung ist eine behutsame Pflege der Babyhaut sehr wichtig. Dabei sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Häufiges Windelwechseln
  • Den Windelbereich nur mit lauwarmem Wasser reinigen
  • Auf parfümhaltige Feuchttücher verzichten
  • Die Haut sorgfältig und gründlich trocken tupfen
  • Reibung vermeiden
  • Keine Pflegeprodukte mit möglichen Reizstoffen verwenden

Auch bei sorgsamster Pflege kann eine Windeldermatitis manchmal nicht verhindert werden. Dann ist eine frühzeitige Behandlung der entzündeten Babyhaut wichtig, um eine Infektion durch Bakterien oder Pilze zu vermeiden.

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